Nach langer Anreise über Bahrain sind wir wohlbehalten aber K.O. in Bombay angekommen.
Wir sitzen gerade, dank Sabrina ;) bei schwülen 30 Grad in einem Internetcafe und haben auch schon unser erste Mahlzeit (Mexican Mafia Pizza) überlebt. Gleich versuchen wir ein paar Einkäufe zu erledigen und haben danach noch eine einstündige Fahrt zu unserer ersten Couchsurfing Station vor uns.
Mehr Bilder und Eindrücke kommen morgen in aller Frische ;)
Es ist halb ein nachts und wir liegen auf der "Couch" bei unserem ersten Host K.C. (Kacy). Draussen bellen und heulen noch ein paar Straßenköter. Wir sind in Andheri West, in den Green Towers, im Norden von Bombay (Mumbai sagt hier niemand!). Die Gegend sieht normalerweise kaum Backpacker, geschweige denn irgendwelche Touristen...
Über die Anreise lohnt es sich kaum zu berichten. Sie war lang und anstrengend, aber wir haben es geschafft. Wie es das Schicksal wollte, haben wir kurz vor unserer Abreise noch den Tipp bekommen, eine gute Freundin unserer Freundin Jana anzurufen. Sie lebt und arbeitet seit 2 Jahren in Bombay. Wir hatten vorher schon kurz telefoniert und ausgemacht, dass wir sie kontaktieren, sobald wir gelandet sind. Wir vereinbarten ein Treffen in Bandhar in der Carter Road am Cafe...
Die ersten Eindrücke von Bombay waren einfach nur überwältigend. Alles funktioniert in einem riesigen Chaos. Es scheint keine Verkehsregeln zu geben. Schon die ersten Meter verschlugen uns den Atem. Armut, soweit das Auge blickt. Mütter säugen ihre nackten Kinder im Straßengraben, dahinter einige Blechhütten. Kühe, Büffel, Pferde, Hunde, Katzen, Ratten, Krähen, Geier und Menschen - alle sind zusammen auf der Straße. Das ganze Straßenbild, mit den Palmen und den heruntergekommenen großen Häusern, machte für uns einen Eindruck, als wären wir vor 500 Jahren wie die Seefahrer in Indien angekommen. Was unsere Augen auf der 45 minütigen Fahrt alles gesehen haben, hätten wir uns im Leben nicht vorstellen können. Eine andere Welt und doch die selbe.